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Stadtsportverband Monheim warnt vor Nutzungsengpässen bei den Sporthallen in Monheim

Veranstaltung des StadtSportVerband Monheim am Rhein für die Fraktionen des Stadtrates der Stadt Monheim am 15.11.2016 zu den zu erwartenden gravierenden Nutzungseinschränkungen in verschiedenen Sporthallen
Der StadtSportVerband Monheim (SSVM) hatte die im Rat vertretenen Fraktionen für den 15.11.2016 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und zwar in die Räume der SG Monheim, da der SSVM über keine eigenen Räumlichkeiten verfügt, gleichwohl der SSVM in Monheim 25 Vereine mit ca. 7.000 Mitgliedern repräsentiert. An dieser Veranstaltung haben Vertreter der CDU, der SPD, der Grünen und der FDP teilgenommen. Mitglieder der Mehrheitsfraktion Peto waren zwar eingeladen, sind aber ohne Begründung der Info-Veranstaltung ferngeblieben. Der Vorsitzende des StadtSportVerbands Karl-Heinz Göbel hat ausführlich anhand von Zahlenmaterial die sich kurz- und mittelfristig gegenüber der Vergangenheit stark verschlechternden Hallennutzungszeiten für die Monheimer Sportvereine dargestellt. Dies erfolgte sowohl unter Berücksichtigung der Ortsteile Baumberg und Monheim einerseits und andererseits insbesondere unter Berücksichtigung der teilweise dramatischen Veränderungen von Mitgliederzahlen im Kinder- und Jugendbereich in einzelnen Vereinen. Zwei Gründe führte Göbel hierzu an. Einerseits benötigen Schulen deutlich mehr Zeit im Nachmittagsbereich, was eindeutig zulasten der Nutzungszeiten für die Sportvereine geht; und hier sind insbesondere die Kinder und Jugendlichen betroffen. Andererseits entfallen Nutzungszeiten durch die geplanten Schulbaumaßnahmen, da auch die jeweilig dazugehörenden Sporthallen abgerissen werden und kein adäquater Ersatz zeitnah geschaffen werden soll. In diesem Zusammenhang müssen auch die Klagen der Monheimer Inline-Skater gesehen werden (die RP berichtete darüber). Der SSVM fand beim Bürgermeister, dem der SSVM seine Besorgnis mitgeteilt hatte, bislang kein Gehör. Die Verantwortlichen des StadtSportVerbands wiesen aber auch darauf hin, dass die Ausweitung des Sportangebots durch die VHS ein zunehmendes Problem einerseits hinsichtlich der Hallennutzung und andererseits für die gleichartigen Angebote der Sportvereine darstellt. Göbel stellte abschließend sechs Forderungen des SSVM dar (Kurzform):
1.    Die geplanten Baumaßnahmen neben dem „Jahn-Sportplatz“ dürfen nicht zu Einschränkungen des Trainings- und Wettkampfbetriebs führen.
2.    Auf dem vorhandenen Kleinspielfeld des „Jahn-Sportplatzes“ muss eine neue Sporthalle errichtet werden.
3.    Die Sporthalle der ehemaligen „Anton-Schwarz-Schule“ muss erhalten bleiben.
4.    Die schon für 2014 geplante Sporthalle am „Häck-Stadion“ muss umgehend errichtet werden.
5.    Alle Vereine, die Sportstätten im Rahmen eines Erbpachtvertrags errichtet haben, sollen gleich behandelt werden mit den Grundstücksverträgen gemäß den Verfahrensweisen mit den muslimischen Kulturvereinen.
6.    Der StadtSportVerband fordert ein Büro mit einem kleinen Raum für Sitzungen bis zu zehn Personen sowie einen kleinen Lagerraum.
Die anwesenden Politiker nahmen die Ausführungen des Vorsitzenden des SSVM mit großem Interesse auf und stellten in der sich anschließenden Diskussion weitere Fragen zu einigen Einzelheiten, die auch in aller Ausführlichkeit beantwortet werden konnten. Es ist nun an der Politik, sich der aufgezeigten Problematik zu stellen und die gewonnenen Einsichten in praktisches politisches Handeln umzusetzen.

Bericht: W. Götsch, Geschäftsführer SSVM

 

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Gespräch mit den Fraktionen am 15.11.2016 um 19.30 Uhr in der Geschäftsstelle der SG Monheim

--- es gilt das gesprochene Wort ---

Im Namen des Vorstandes des SSV Monheim begrüße ich alle Anwesenden recht herzlich. Wir, das sind Wulf Götsch, Geschäftsführer des SSV, Reinhard Brasse, Schatzmeister des SSV und mein Name ist Karl–Heinz Göbel, ich bin Vorsitzender des SSV.
In den letzten Jahren hat es in der Stadt erhebliche Veränderungen gegeben. Dies zeigt sich unter anderem auch bei den zusätzlichen Wohnbaumaßnahmen der Stadt. Entgegen früherer Prognosen die einen Bevölkerungsrückgang prognostizierten, ist die aktuelle Entwicklung positiv. Diese Entwicklung macht sich jetzt schon sowohl in den Kindergärten als auch im Schulbereich bemerkbar. Sicherlich hängt die sehr positive Entwicklung im Kindergartenbereich u.a. auch mit dem kostenfreien Angebot durch die Stadt zusammen. Die Entwicklung im Schulbereich macht allerdings deutlich, dass es auch eine Zunahme von Kindern gibt. Für die Grundschulen im „Schulzentrum Lottenstraße“ ist ein zusätzlicher Zug geplant. Dies gilt ebenfalls für die Sekundarschule. Eine vergleichbare Situation zeigt sich auch bei der Mitgliederentwicklung der Sportvereine. Über Alles gesehen haben sich die Mitgliederzahlen in Monheim seit der Erstellung des letzten Sportstättenkonzeptes durch die Stadt aus dem Jahr 1997 kaum verändert. Allerdings gibt es bei der Mitgliederentwicklung der einzelnen Vereine, vor allem aber hinsichtlich der Altersstrukturen erhebliche Veränderungen. Seit der Erhebung von 1997 sind die Mitgliederzahlen in der Altersstruktur bis zum 18. Lebensjahr um rund 20 % gestiegen. Besonders hoch ist hier der Anstieg von Mitgliedern bis zum 6. Lebensjahr. Deutliche Veränderungen ergaben sich auch im Hinblick auf die beiden Ortsteile Monheim und Baumberg. In diesem bereits erwähnten Sportstättenkonzept aus dem Jahr 1997 waren alle Sportstätten sowie deren Nutzungszeiten für den Schulsport und den Vereinssport aufgelistet. Auch die Mitgliedszahlen und die Mitgliedsstrukturen der Vereine waren dort erfasst. Es handelte sich dabei um Vereine, die städtische Einrichtungen nutzten. Seit dieser Zeit hat es jedoch erhebliche Verschiebungen in der Mitgliederstruktur gegeben.
So musste der BTSC – ein Zusammenschluss des TuS Baumberg, des BSSC und der BGS - als mitgliederstärkster Baumberger Sportverein seit 1997 einen Abgang von 1059 Mitgliedern verzeichnen. Der Mitgliederrückgang liegt insgesamt bei 51 %. Im Schüler/Jugendbereich ist der Rückgang mit 54 % noch höher. Das entspricht einem Minus von 416 Mitgliedern.
In Baumberg findet ab dem Schuljahr 2017 auf dem Gelände der „Geschwister-Scholl-Schule“ kein Schulunterricht mehr statt. Die Schulgebäude werden abgerissen und es entsteht dort eine Wohnbebauung. Die „Liselott-Diem-Sporthalle“ bleibt bestehen und ist dann vollständig für den Vereinssport nutzbar. Auch die neue Sporthalle in Baumberg-Ost wird nur für den Vereinssport genutzt werden. Mit dem neuen Sportplatz, einschließlich einer zusätzlichen Leichtathletik Anlage mit Flutlicht, gibt es in diesem Ortsteil dann erstmalig optimale Bedingungen für den BTSC. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der künftigen Wohnbebauung in Baumberg-Ost und der Wohnbebauung auf dem Gelände der „Geschwister-Scholl-Schule“. In Baumberg herrscht also insgesamt eine zufriedenstellende Situation für die aktiven Sportler und ihre Vereine.
Ganz anders hingegen sieht es im Ortsteil Monheim aus. In Monheim ist die SG Monheim der mitgliederstärkste Sportverein. Von 1997 bis 2016 erhöhte sich der Mitgliederstand um 1154 Sportler/innen. Das bedeutet eine Steigerung um 43 %. Die Mitgliedersteigerung um 905 Sportler/innen im Schüler- und Jugendbereich bedeutet sogar eine Steigerung um 100 %. Die Mitgliederzahlen haben sich in diesem Bereich folglich mehr als verdoppelt. Besonders deutlich wird die unterschiedliche Mitgliederzahl noch einmal bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr. Auf diese Zahlen will ich nicht noch einmal eingehen. Diese liegen Ihnen ja vor.

Wie sieht die Sportstättenentwicklung der letzten Jahre aus?
In Monheim gab es 1997 noch keine Grundschule mit einem Ganztagsschulangebot. Die Sporthallen der Grundschulen konnten ab 14:00 Uhr genutzt werden. Nach und nach gab es in allen Grundschulen ein Ganztagsangebot. Das bedeutete für die Sportvereine eine Reduzierung von 80 Nutzungsstunden pro Woche. Das beeinträchtigt natürlich Vereine, die sehr viele Kleinkinder in ihren Reihen haben, in besonderer Weise. Im Jahr 2002 wurde am Sandberg eine neue Sporthalle errichtet. Dadurch kam es für die Vereine zu einer leichten Entspannung. Im Jahr 2006 errichtete die SG Monheim mit Kreismitteln und eigenen Mitteln eine eigene Gymnastikhalle. Dies trug zu einer weiteren Entspannung bei, schuf aber bei Weitem keine optimalen Bedingungen. Weiterhin gab und gibt es beim Sportangebot für Kinder lange Wartelisten. Natürlich war dem SSVM die schlechte finanzielle Situation der Stadt bekannt. Daher stellte der SSVM auch keine entsprechenden Forderungen. Mittlerweile hat sich die finanzielle Situation der Stadt aber erheblich verbessert. Parallel dazu hat sich jedoch die Situation für den Sport und die Sporttreibenden in dieser Stadt erheblich verschlechtert. So wurde die Sporthalle der „Lise-Meitner-Realschule“ bis zum Jahr 2013 nur bis 16:00 Uhr für den Schulsport genutzt. Danach stand die Sporthalle dem Vereinssport zur Verfügung. Seit 2013 wird die Sporthalle bis 18:00 Uhr von der Schule genutzt. Das bedeutet einen Wegfall von 10 Std./Woche für den Vereinssport. Seit dem angelaufenen Schuljahr 2016/17 nutzt die PUG die beiden Sporthallen am Sandberg je eine Stunde länger. Auch das bedeutet einen Wegfall von 10 Std./Woche für den Vereinssport. Schon heute wurde angekündigt, dass die PUG ab dem Schuljahr 2017/18 beide Sporthallen noch eine weitere Stunde benötigt. Dann fallen für die Sportvereine noch einmal 10 Wochenstunden Nutzungszeit weg. Insgesamt stehen den Sportvereinen dann 30 Sportstunden pro Woche weniger zur Verfügung. Diese 30 Stunden sind vornehmlich solche Stunden, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Das betrifft dann natürlich besonders diejenigen Vereine, die viele Kinder und Jugendliche in ihren Reihen haben. Nach den Sommerferien musste deshalb allein die SG Monheim zwei Sportgruppen „Mutter-und-Kind-Turnen“ und zwei Gruppen „Kleinkinder-Turnen einstellen, da die Hallenzeiten an den „Sandberg-Sporthallen“ nicht mehr zur Verfügung stehen. Rund 100 Kinder können somit nicht mehr mit einem Sportangebot versorgt werden und stehen damit gleichsam auf der Straße oder müssen nach Langenfeld und Umgebung ausweichen. In einem Gespräch mit dem Präsidenten der SG Langenfeld, Herrn Herrmanns, teilte dieser mir mit, dass rund 700 Kinder aus Monheim derzeit Mitglied bei der SGL sind. Ein weiteres Anwachsen dieser Zahl steht im Zuge der kommenden Entwicklungen in Monheim zu befürchten. Soweit die gegenwärtigen Fakten.
Mindestens mittelfristig muss der Sport in Monheim allerdings noch weitere Einschränkungen verkraften. Laut Ratsbeschluss wird das Gelände des „Schulzentrum Lottenstraße“ vollständig umgestaltet. Im ersten Bauabschnitt wird unter anderem die Sporthalle der „Astrid-Lindgreen-Schule“ abgerissen und zwar ohne Kompensation der dort vorhandenen Nutzungszeiten für die Sportvereine. Somit entfallen dann erneut 30 Nutzungsstunden pro Woche für die Sportvereine. Im 2. Bauabschnitt fällt dann unter anderem die Sporthalle der „Lottenschule“ weg. Damit werden weitere 30 Stunden Nutzungszeit dem Sport genommen. Das Argument, dass dann im Anschluss eine neue Doppelsporthalle entsteht, ist da wenig hilfreich und kann in diesem Zusammenhang nur als Scheinargument bezeichnet werden. Denn zwischen dem ersten Abriss und der Erstellung der neuen Sporthalle vergehen sicherlich mind. drei Jahre. Das sind drei Jahre, in denen in erster Linie Kindern und Jugendlichen kein Sportangebot in Monheim gemacht werden kann. Diese werden zwangsläufig nach Langenfeld oder in andere Nachbargemeinden abwandern – und das möglicherweise auch dauerhaft.
Der „Jahn-Sportplatz“ ist schon jetzt nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Die von der Politik schon lange versprochene Lichtanlage lässt immer noch auf sich warten. Im Winterhalbjahr ist der Sportplatz daher nach wie vor nicht nutzbar. Dass eine Beleuchtung auf diesem Gelände niemals genehmigt werden würde, hat der SSVM von Anfang an befürchtet. Daher haben wir die SG Monheim auch immer darauf hingewiesen, ohne die zugesagte Beleuchtung zu planen. Neuerdings ist zukünftig im direkten Umfeld des Sportplatzes eine intensive Wohnbebauung geplant. Ein Lärmschutzgutachten legt nun fest, dass der Sportplatz dann nur mit noch deutlich größeren Einschränkungen genutzt werden kann. So muss z. B. bei der Nutzung von Startklappen oder gar Startpistolen, die ja bei Laufveranstaltungen unumgänglich genutzt werden müssen, der Mindestabstand zur Wohnbebauung mind. 150 m betragen. Die geplante Wohnbebauung ist jedoch keine 30 m vom Sportplatz entfernt. Nach Fertigstellung der geplanten Häuser direkt neben dem „Jahn-Sportplatz“ sind Sportveranstaltungen im bisherigen Rahmen dann nicht mehr möglich. Auch der Trainingsbetrieb dürfte dann nur noch sehr eingeschränkt durchgeführt werden können. Im Übrigen sind Klagen der künftigen Anwohner wegen Lärmbelästigung nicht auszuschließen, sondern im Gegenteil eher die Regel. Dies kann zu weiteren Nutzungseinschränkungen bis hin zur Schließung des Sportplatzes führen.
Aus den oben angeführten Gründen stellen wir die nachfolgenden sechs Forderungen an die Politik:
1.    Die geplanten Baumaßnahmen neben dem „Jahn-Sportplatz“ dürfen nicht zu Einschränkungen des Trainings- und Wettkampfbetriebs führen.
2.    Auf dem vorhandenen Kleinspielfeld des „Jahn-Sportplatzes“ muss eine Sporthalle errichtet werden.
Während der Baumaßnahmen am „Schulzentrum Lottenstraße“ steht diese Sporthalle sowohl dem Vereinssport als auch dem Schulsport zur Verfügung; danach nur noch dem Vereinssport.
3.    Die Sporthalle der ehemaligen „Anton-Schwarz-Schule“ bleibt erhalten. Auch die vorhandenen Parkplätze bleiben bestehen. Die Sporthalle sowie die dazugehörigen Parkplätze stehen am Rande des vorhandenen Schulgeländes. Eine umfangreiche Wohnbebauung ist auch bei Erhalt der Sporthalle und der Parkplätze möglich. Die geplante Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule, sowie weitere Wohnbebauungen in Monheim-Süd und in der Blee bedeuten folgerichtig eine höhere Einwohnerzahl in diesem Bereich. Schon daher ist der Erhalt dieser Sporthalle sinnvoll und nahezu zwangsläufig.
4.    Die schon für 2014 geplante Sporthalle am „Häck-Stadion“ muss umgehend errichtet werden. Bis 16:00 Uhr steht diese Halle dem Schulsport zur Verfügung. Danach sollte sie für den Vereinssport nutzbar sein.
5.    In Monheim gibt es einige Vereine, die in Eigenregie Sportanlagen errichtet haben. Als Beispiel nenne ich hier die Gymnastikhalle der SG Monheim. Die Sporthalle wurde mit Eigenmitteln und Mitteln des Kreises finanziert. Das Grundstück gehört der Stadt Monheim. Zwischen der SG Monheim und der Stadt besteht ein Erbpachtvertrag. Wir beantragen für alle Vereine, die Sportstätten im Rahmen eines solchen Erbpachtvertrags errichtet haben, die Gleichbehandlung mit den Grundstücksverträgen gemäß den Verfahrensweisen mit den muslimischen Kulturvereinen.
6.    Der StadtSportVerband ist die Vertretung von 25 Sportvereinen mit ca. 7.000 Mitgliedern. Der SSVM verfügt aber weder über ein eigenes Büro noch über technische Einrichtungen wie z. B. Computer, Drucker oder Kopierer. Auch Lagermöglichkeiten für Sportgeräte, Urkunden, Plaketten usw. sind nicht vorhanden. Aktuell ist der SSVM Gast bei einem großen Monheimer Verein. Dies kann mit Sicherheit keine Dauerlösung sein. Daher fordern wir ein Büro mit einem kleinen Raum für Sitzungen bis zu 10 Personen sowie einen kleinen Lagerraum.

Angesichts der zunehmend schwierigen Situation für die Sportvereine, die sich einerseits durch die Veränderungen der Schulpolitik des Landes ergeben, (bis 1997 konnten alle Sporthallen der Grundschulen schon ab 14:00 Uhr genutzt werden – jetzt erst ab 16:00 Uhr und tw. erst ab 18:00 Uhr) andererseits aber auch durch die veränderte Einwohnerzahl (dies gilt vor allem für die in Zukunft geplante massive Wohnbebauung wie z.B. auf dem Schulgelände der „Anton-Schwarz-Schule“, dem Gelände um das „Mona Mare“, die Fläche in Monheim-Süd, die geplante Verdichtung in der Blee, die Wohnbebauung am Ende der Krischerstraße und die Fläche an der Rabenstr./Knipprather Str.) sollte der StadtSportVerband als Dachorganisation der Vereine rechtzeitig und stärker in die Planungen eingezogen werden.

Zum Abschluss möchte ich noch anhand einiger Zahlen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen verdeutlichen. In NRW sind rund 27 % der Bevölkerung Mitglied in einem Sportverein. Im Kreis Mettmann liegt dieser Anteil bei rund 25 %. In Monheim sind knapp 17 % der Bevölkerung in einem Sportverein organisiert. Damit ist Monheim nicht nur das Schlusslicht im Kreis Mettmann, sondern NRW weit. Spitzenreiter im Kreis ist die Stadt Langenfeld. Hier sind 34% der Bevölkerung Mitglieder in einem Sportverein. Diese weit unterdurchschnittlichen Zahlen in Monheim liegen einzig und allein an den schlechten Rahmenbedingungen. Sport braucht Platz und dieser Platz scheint in Monheim nicht vorhanden zu sein. Deshalb weichen unsere Kinder und Jugendlichen insbesondere nach Langenfeld aus.

Wir möchten heute allerdings noch einen weiteren Punkt ansprechen, der für den Sport auch von großer Bedeutung ist. Hierbei geht es um die Angebote der VHS Monheim. Am 16.10. fand in der VHS die Planungskonferenz für Gesundheitskurse statt. Am 17.10. folgte die Planungskonferenz Sport. Zu beiden Konferenzen war ich in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des SSVM als Gast eingeladen.
Vorweg zunächst ein Zitat aus dem kürzlich vorgelegten Haushalt 2017 der Stadt zur Zielsetzung bzw. der Produkterläuterung der VHS:
„Die Volkshochschule ist ein Garant des gesetzlichen Weiterbildungsauftrags und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Erhalt sozialer, beruflicher, kultureller und politischer Bereiche, insbesondere durch ihre bedarfs- und flächendeckende sowie kontinuierliche Grundversorgung mit Weiterbildungsangeboten einschließlich formaler Qualifikationen.“

Inhalt der Gesundheitskonferenz waren unter anderem Kursangebote wie z. B. Pilates, Rücken-Fit, Wirbelsäulengymnastik und ähnliche Sportangebote. Nach dem Weiterbildungsangebot und dem Angebot für Flüchtlinge ist der Bereich der Gesundheitsbildung der drittstärkste Block im Angebot der VHS. Bei der Planungskonferenz Sport wurden die „allgemeinen“ Sportangebote vorgestellt. Dieses Angebot wurde derzeit schon erweitert und soll noch erheblich ausgebaut werden. So gibt es z. B. sieben Sportgruppen für Frauen ab 40 Jahren mit über 150 Teilnehmerinnen. Zwei dieser Angebote werben gleichzeitig mit einer Kinderbetreuung. Da das neue Konzept der VHS in Kürze vom Stadtrat verabschiedet werden soll, ist dies natürlich auch ein Thema für den SSVM. Die VHS hat einen Bildungs- und Weiterbildungsauftrag. Dazu gehört sicherlich auch ein Sportangebot. Daher spricht auch überhaupt nichts dagegen, dass auch einzelne Sportangebote von der VHS gemacht werden können. Allerdings sollten diese Angebote lediglich „Kennenlern-Angebote“ im Sinne der Grundversorgung mit Weiterbildungsangeboten bis hin zur Erlangung von formalen Qualifikationen und keine aufbauenden Trainingsmaßnahmen sein. Wenn jemand ein Angebot 1-2 Mal wahrgenommen hat, sollte er danach an Sportvereine verwiesen werden. Es kann nicht angehen, dass sich Gruppen bilden, die schon seit über 10 Jahren immer wieder das inhaltlich gleiche Kursangebot buchen und sich dadurch gleichsam Hobby-Sportgruppen oder Betriebs-Sportgruppen ähnliche Strukturen manifestieren. Niemand käme auf die Idee, mehrfach hintereinander den Grundkurs Englisch oder Französisch zu buchen. Und wenn jemand seinen Abschluss erlangt hat, fängt er nicht noch einmal von vorne an.
Konkurrenz ist ja sicherlich sinnvoll. Allerdings müssen dann auch gleiche Rahmenbedingungen herrschen. Und diese sind in diesem Zusammenhang keineswegs gegeben. So erhalten die Sportvereine für 7.000 Mitglieder einen direkten Zuschuss in Höhe von 45.000 € und noch einen antragsgebundenen Zuschuss in Höhe von 10.000 € für Anschaffungen von Sportgeräten aus der Sparkassen-Stiftung. Vom Land NRW wird eine Sportpauschale von über 100.000 € ausgeschüttet, an der die Vereine in keiner Weise beteiligt werden. Dieser Zuschuss fließt direkt in den allgemeinen Haushalt der Stadt. Ganz anders hingegen sieht es bei der VHS aus. Die Teilnehmerzahlen liegen unter 2.000 Personen. Die hingegen an die VHS gezahlten Zuschüsse des Landes und der Stadt liegen im sechsstelligen Bereich und kommen somit der VHS direkt zugute. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Bezahlung der Übungsleiter aus, die durch einen Sportverein in der Höhe nicht gewährt werden kann. Insoweit ist die Konkurrenz bei gleichartigen Angeboten nicht mit den gleichen Rahmenbedingungen verknüpft und stellt eine einseitige Bevorzugung der VHS gegenüber den Sportvereinen dar. Hier muss künftig ein Äquivalent für die Angebote der Sportvereine geschaffen werden.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich bedanke mich im Namen des StadtSportVerband Monheim am Rhein sehr für Ihre Aufmerksamkeit und möchte Sie herzlich bitten, die heutigen Ausführungen des SSVM in Ihr politisches Handeln miteinzubeziehen.

Vielen Dank

   

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